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BLACKJACK · WISSEN & PRAXIS

Blackjack-Basisstrategie: Harte Hände, weiche Hände und Paare

Auf dieser Seite · 31 Abschnitte
  1. Basisstrategie auf einen Blick
  2. Basisstrategie erzeugt keinen festen Hausvorteil
  3. So liest du eine Strategietabelle
  4. Die richtige Reihenfolge der Entscheidungen
  5. Strategietabelle für Hard Hands
  6. Die Hard-Entscheidungen erklärt
  7. Nicht einfach eine Dealer-Zehn erfinden
  8. Strategietabelle für Soft Hands
  9. Die Soft-Entscheidungen erklärt
  10. Strategietabelle für Paare
  11. Die Paarstrategie erklärt
  12. Durchgerechnete Entscheidungsbeispiele
  13. Late-Surrender-Strategie
  14. Versicherung und Even Money
  15. Änderungen, wenn der Dealer Soft 17 zieht
  16. Änderungen ohne Verdoppeln nach dem Teilen
  17. Strategie mit einem oder zwei Decks
  18. Amerikanischer Peek und European No Hole Card
  19. 3:2 gegenüber 6:5
  20. Spanish 21 und andere Varianten
  21. Summenabhängige und zusammensetzungsabhängige Strategie
  22. Basisstrategie und Kartenzählen
  23. Die Einsatzhöhe ändert die richtige Aktion nicht
  24. Ändern andere Spieler deine Basisstrategie?
  25. Übungsplan für sieben Tage
  26. Eine Strategiekarte am Tisch verwenden
  27. Basisstrategie beim Online-Blackjack
  28. Häufige Basisstrategiefehler
  29. Häufige Fragen
  30. Warum der Hausvorteil keine einfache Rabatt-Treppe ist
  31. Technische Quellen und weitere Hilfen

Blackjack-Basisstrategie bezeichnet die mathematisch beste Entscheidung für deine Hand gegen die offene Dealerkarte unter einem festgelegten Regelwerk. Sie zeigt, wann Ziehen, Stehenbleiben, Verdoppeln, Teilen oder Surrender den höchsten Erwartungswert beziehungsweise den kleinsten erwarteten Verlust haben.

Die Strategie sagt die nächste Karte nicht voraus und garantiert keinen Gewinn. Sie vergleicht die durchschnittlichen Folgen der verfügbaren Aktionen, wenn dieselbe Situation sehr oft wiederholt wird. Wenn du den Spielablauf noch nicht kennst, beginne mit den Blackjack-Regeln. Eine kompakte Referenz findest du in der Strategietabelle.

Es gibt keine einzige Tabelle, die für jeden Tisch vollkommen richtig ist. Entscheidungen können sich mit Deckzahl, S17/H17, Verdoppeln nach dem Teilen, erlaubten Double-Summen, Surrender, Peek oder No Hole Card, Schutz ursprünglicher Einsätze, Resplit- und Ass-Regeln sowie Sonderregeln wie einem Five-Card- oder Six-Card-Charlie ändern.

Die drei Tabellen auf dieser Seite verwenden ein gemeinsames Referenzspiel: vier bis acht Decks, Dealer steht auf Soft 17 (S17), Verdoppeln auf beliebigen ersten zwei Karten und nach dem Teilen (DAS), Late Surrender, amerikanische Hole Card mit Peek und 3:2-Auszahlung für natürlichen Blackjack. Sie sind keine universelle Tabelle für jedes in Deutschland angebotene Spiel. Weiter unten stehen die wichtigsten Änderungen für andere Regeln.

Basisstrategie auf einen Blick

FrageAntwort
Was ist Basisstrategie?Die Entscheidung mit dem höchsten Erwartungswert für Hand, Dealer-Upcard und Regeln.
Garantiert sie einen Gewinn?Nein. Sie verbessert die langfristige Erwartung, kontrolliert aber keine einzelne Kartenfolge.
Gilt eine Tabelle überall?Nein. Deckzahl, S17/H17, DAS, Surrender und Dealerverfahren können einzelne Felder ändern.
Welche Entscheidung wird zuerst geprüft?Zuerst verfügbare Surrender-Fälle samt Paar-Ausnahmen, dann Paare, Soft Hands und Hard Hands.
Sollte man Versicherung nehmen?Nicht bei gewöhnlicher Basisstrategie ohne verwertbare Zählinformation.
Ändert die Einsatzhöhe die richtige Aktion?Nein. Bei gleichen Karten und Regeln gilt für 5 € dieselbe Strategie wie für 500 €.
Ändert eine Verlustserie die Tabelle?Nein. Frühere Gewinne oder Verluste verändern die nächste richtige Basisstrategieentscheidung nicht.
Dürfen Kartenzähler abweichen?Countabhängige Indizes können einzelne Entscheidungen ändern; das ist eine zusätzliche Methode.

Basisstrategie erzeugt keinen festen Hausvorteil

Die Behauptung, Basisstrategie senke den Hausvorteil immer auf genau 0,5 Prozent, ist zu pauschal. Der endgültige Wert hängt vom vollständigen Spiel ab. Bei guten 3:2-Regeln kann korrektes Spielen häufig in die Größenordnung eines halben Prozents führen; manche Spiele liegen darunter, andere deutlich darüber.

Basisstrategie kann schlechte Regeln nicht wegspielen. Unter üblichen Vergleichsannahmen ergeben sich ungefähr folgende Nachteile für den Spieler:

  • 6:5 statt 3:2: rund 1,39 Prozentpunkte.
  • H17 statt S17: rund 0,22 Prozentpunkte.
  • Kein Verdoppeln nach dem Teilen: rund 0,14 Prozentpunkte.
  • Verdoppeln nur auf 10 und 11 statt auf beliebigen ersten zwei Karten: rund 0,18 Prozentpunkte.
  • Volle ENHC-Haftung zusätzlicher Split- und Double-Einsätze: rund 0,11 Prozentpunkte.

Diese Näherungen sind keine Zahlen, die du blind auf jedes Spiel addieren kannst. Für einen genauen Wert müssen Regeln und Strategie gemeinsam berechnet werden. Der Leitfaden zum Blackjack-Hausvorteil erklärt die Bezugsgrößen.

So liest du eine Strategietabelle

Links steht deine Hand, oben die offene Dealerkarte. Am Schnittpunkt findest du die Aktion. A bedeutet Ass; zehnwertige Dealer-Karten werden unter 10 zusammengefasst.

CodeAktion
HHit: ziehen.
SStand: stehenbleiben.
D/HVerdoppeln, wenn erlaubt; sonst ziehen.
D/SVerdoppeln, wenn erlaubt; sonst stehenbleiben.
PSplit: das Paar teilen.
R/HSurrender, wenn erlaubt; sonst ziehen.

Die Ersatzaktion nach dem Schrägstrich ist wichtig. Ein Double kann beispielsweise nach einer weiteren gezogenen Karte nicht mehr erlaubt sein. Bei Soft 18 ist die Alternative zum vorgesehenen Double häufig Stehenbleiben, nicht Ziehen.

Die richtige Reihenfolge der Entscheidungen

Addiere die Karten nicht sofort und springe ungeprüft zur Hard-Tabelle. Gehe so vor:

  1. Surrender prüfen: Es betrifft normalerweise nur die ursprünglichen zwei Karten. Berücksichtige die ausdrücklich genannten Paar-Ausnahmen: Im S17-Referenzspiel wird 8–8 geteilt und nicht wie eine gewöhnliche Hard 16 aufgegeben.
  2. Paare prüfen: Bei einer teilbaren Zweikartenhand zuerst die Paartabelle verwenden.
  3. Soft Hand prüfen: Kann ein Ass noch elf zählen, gilt die Soft-Tabelle.
  4. Hard Hand prüfen: Alle übrigen Hände werden nach ihrer harten Summe gespielt.

Beispiel: 5–5

Zwei Fünfen bilden ein Paar, werden aber nicht geteilt. Die Tabelle behandelt sie als Hard 10. Unter den Referenzregeln wird gegen Dealer-2 bis Dealer-9 verdoppelt, sofern erlaubt.

Beispiel: A–7

Ass–7 ist Soft 18. Verwende die Soft-Tabelle und nicht die Zeile Hard 18.

Beispiel: A–7–10

Das Ass kann nicht elf bleiben, weil die Summe sonst 28 wäre. Als eins ergibt es Hard 18. Die Hard-Tabelle verlangt Stehenbleiben.

Strategietabelle für Hard Hands

Eine Hard Hand enthält kein Ass oder nur Asse, die eins zählen müssen. 10–6, 9–7 und A–5–10 sind Hard 16; 10–7 ist Hard 17. Paare wie 8–8 werden vorher nach der Paartabelle behandelt.

Deine Hand2345678910A
5–8HHHHHHHHHH
9HD/HD/HD/HD/HHHHHH
10D/HD/HD/HD/HD/HD/HD/HD/HHH
11D/HD/HD/HD/HD/HD/HD/HD/HD/HH
12HHSSSHHHHH
13SSSSSHHHHH
14SSSSSHHHHH
15SSSSSHHHR/HH
16SSSSSHHR/HR/HR/H
17–21SSSSSSSSSS

Diese Tabelle gilt für das genannte 4–8-Deck-S17-Referenzspiel. Surrender und Double müssen in der konkreten Situation noch verfügbar sein.

Die Hard-Entscheidungen erklärt

Hard 5 bis 8

Ziehe. Die Summe ist zu niedrig zum Stehenbleiben, und die Mehrdeck-Referenzstrategie verdoppelt Hard 8 nicht. Das ist keine Aussage über jede Ein-Deck-Regel.

Hard 9

Verdopple gegen Dealer-3 bis Dealer-6. Ziehe gegen 2 sowie 7 bis Ass. Ist das Double nicht möglich, ziehe auch in den vorgesehenen Double-Feldern.

Hard 10

Verdopple gegen Dealer-2 bis Dealer-9; ziehe gegen 10 oder Ass. Auch hier lautet die Double-Ersatzaktion Ziehen.

Hard 11

Verdopple gegen Dealer-2 bis Dealer-10. Gegen ein Ass ziehst du unter den Referenz-S17-Regeln. Bei H17 wird das Double gegen Ass zur richtigen Anpassung, sofern es erlaubt ist.

Hard 12

Bleibe gegen Dealer-4, -5 und -6 stehen. Ziehe gegen 2, 3 sowie 7 bis Ass. Die häufige Faustregel, bei jeder schwachen Dealerkarte stehenzubleiben, ist hier falsch: 2 und 3 rechtfertigen unter gewöhnlicher summenabhängiger Mehrdeckstrategie kein Stand mit Hard 12.

Hard 13 bis 16

Bleibe gegen 2 bis 6 stehen und ziehe gegen 7 oder 8. Gegen stärkere Karten gelten die Surrender-Ausnahmen: Hard 15 gegen 10 sowie Hard 16 gegen 9, 10 oder Ass aufgeben, wenn Late Surrender erlaubt ist. Andernfalls ziehen. Hard 13 und 14 werden auch gegen 9 bis Ass gezogen.

Hard 17 und mehr

Bleibe unter den Referenzregeln stehen. Das Überkaufrisiko wiegt schwerer als die mögliche Verbesserung. Die spätere H17-Surrender-Ausnahme für Hard 17 gegen Ass ist gesondert aufgeführt.

Nicht einfach eine Dealer-Zehn erfinden

Zehnwertige Karten sind häufig, aber Basisstrategie unterstellt keine bestimmte verdeckte Karte. Sie bewertet sämtliche möglichen Hole Cards und späteren Ziehkarten mit ihren Wahrscheinlichkeiten.

Die Abkürzung „Der Dealer hat bestimmt eine Zehn“ kann eine Entscheidung manchmal intuitiv erscheinen lassen. Bei knappen Fällen führt sie jedoch zu falscher Begründung. Verwende die passende Tabelle und keine erfundene verdeckte Karte.

Strategietabelle für Soft Hands

Eine Hand ist soft, wenn ein Ass aktuell elf zählen kann, ohne 21 zu überschreiten. Beispiele sind A–2 als Soft 13, A–6 als Soft 17, A–7 als Soft 18 und A–A–5 als Soft 17. Nach mehreren Karten ist ein Double häufig nicht mehr erlaubt; dann gilt die Ersatzaktion.

Deine Hand2345678910A
A–2 (13)HHHD/HD/HHHHHH
A–3 (14)HHHD/HD/HHHHHH
A–4 (15)HHD/HD/HD/HHHHHH
A–5 (16)HHD/HD/HD/HHHHHH
A–6 (17)HD/HD/HD/HD/HHHHHH
A–7 (18)SD/SD/SD/SD/SSSHHH
A–8 (19)SSSSSSSSSS
A–9 (20)SSSSSSSSSS

Die Soft-Entscheidungen erklärt

Soft 13 und Soft 14

Verdopple gegen Dealer-5 oder -6. Sonst ziehe. Wenn Verdoppeln nicht möglich ist, ziehe ebenfalls.

Soft 15 und Soft 16

Verdopple gegen Dealer-4 bis -6, sonst ziehe.

Soft 17

Verdopple gegen Dealer-3 bis -6, sonst ziehe. Soft 17 ist für den Spieler keine automatische Stand-Hand. Da das Ass bei Bedarf auf eins wechseln kann, führt die nächste einzelne Karte aus dieser Soft Hand nicht sofort zum Bust.

Soft 18

Diese Hand hängt besonders von Upcard und Regeln ab. Unter S17 gilt:

  • Gegen 2, 7 und 8 stehenbleiben.
  • Gegen 3 bis 6 verdoppeln; wenn das nicht möglich ist, stehenbleiben.
  • Gegen 9, 10 oder Ass ziehen.

„18 ist doch stark“ ist keine ausreichende Begründung für Stand. Gegen 9, 10 und Ass hat Ziehen hier den höheren Erwartungswert.

Soft 19 und Soft 20

Unter den S17-Referenzregeln stehenbleiben. Bei H17 wird Soft 19 gegen Dealer-6 zum Double, sofern erlaubt; sonst bleibt die Hand stehen.

Strategietabelle für Paare

Prüfe teilbare Paare, bevor du sie lediglich als harte oder weiche Summe behandelst. Die folgende Tabelle setzt DAS und die genannten S17-Regeln voraus. Die konkrete Spieloberfläche muss das Teilen noch erlauben.

Dein Paar2345678910A
2–2PPPPPPHHHH
3–3PPPPPPHHHH
4–4HHHPPHHHHH
5–5D/HD/HD/HD/HD/HD/HD/HD/HHH
6–6PPPPPHHHHH
7–7PPPPPPHHHH
8–8PPPPPPPPPP
9–9PPPPPSPPSS
10–10SSSSSSSSSS
A–APPPPPPPPPP

Die Paarstrategie erklärt

Asse unter den Referenzregeln immer teilen

Zwei Asse bilden zusammen Soft 12, eine schwache Ausgangshand. Teilen eröffnet zwei Hände, die jeweils mit einem Ass beginnen. Eine zehnwertige Folgekarte auf einem geteilten Ass ergibt normalerweise gewöhnliche 21 und keine 3:2-Auszahlung für natürlichen Blackjack.

Achten unter den S17-Referenzregeln teilen

8–8 ist zusammen Hard 16, eine der schwächsten Anfangssummen. Teilen garantiert keinen Gewinn; es kann schlicht die langfristig am wenigsten nachteilige verfügbare Aktion sein. In der S17-Tabelle gilt Split gegen jede Upcard, auch gegen Ass, trotz verfügbaren Late Surrenders.

Bei H17 mit Late Surrender wird 8–8 gegen Dealer-Ass aufgegeben. Diese konkrete Ausnahme zeigt, warum „immer Achten teilen“ nur mit genanntem Regelrahmen sinnvoll ist.

Zehnen in gewöhnlicher Basisstrategie nicht teilen

Zwei zehnwertige Karten ergeben die sehr starke Summe 20. Ein Split ersetzt sie durch zwei unvollständige Hände. Seltene countabhängige Ausnahmen gehören zur erweiterten Zählstrategie und nicht in gewöhnliche Basisstrategie ohne den entsprechenden Count.

Fünfen nicht teilen

5–5 ist Hard 10. Das Verdoppeln gegen Dealer-2 bis -9 ist unter den Referenzregeln wertvoller, als zwei Hände mit je einer Fünf zu beginnen.

Neunen gezielt teilen

Teile 9–9 gegen 2 bis 6 sowie 8 und 9. Gegen 7, 10 und Ass bleibst du stehen. Gegen 7 ist die bestehende 18 bereits konkurrenzfähig; gegen 10 oder Ass rechtfertigt die Verbesserung keinen zusätzlichen Split-Einsatz.

Durchgerechnete Entscheidungsbeispiele

8–4 gegen Dealer-5

Kein Paar und kein nutzbares Ass: Die Hand ist Hard 12. Gegen 5 verlangt die Tabelle Stehenbleiben.

5–5 gegen Dealer-6

Zuerst die Paartabelle prüfen. Fünfen werden nicht geteilt, sondern als Hard 10 behandelt. Gegen 6 gilt Verdoppeln, sofern möglich; sonst ziehen.

A–2 gegen Dealer-7

Das ist Soft 13: Ziehen. Kommt eine 4, entsteht Soft 17, gegen 7 wird erneut gezogen. Kommt danach eine Zehn, zählt das Ass eins und die Hand ist Hard 17: stehenbleiben.

10–6 gegen Dealer-10

Hard 16 auf den ursprünglichen zwei Karten: Unter den Referenzregeln Late Surrender. Ist Aufgeben nicht möglich, ziehen.

8–8 gegen Dealer-Ass

Die Paar-Ausnahme beachten. Im S17-Referenzspiel gilt Teilen, nicht die gewöhnliche Hard-16-Surrender-Zeile. Bei H17 mit Late Surrender gilt stattdessen Aufgeben.

A–7 gegen Dealer-6

Soft 18: Verdoppeln, falls erlaubt. Ist es nicht verfügbar, stehenbleiben. Die Ersatzaktion unterscheidet sich von vielen anderen Double-Feldern.

9–9 gegen Dealer-7

Die Paartabelle verlangt Stehenbleiben auf 18. Nicht jedes Neunerpaar wird geteilt.

Late-Surrender-Strategie

Late Surrender gibt nach der Dealer-Blackjack-Prüfung beziehungsweise einem entsprechenden Verfahren die Hälfte des ursprünglichen Einsatzes zurück. Unter dem Referenzspiel mit S17 gilt:

  • Hard 16 gegen 9, 10 oder Ass aufgeben, ausgenommen 8–8.
  • 8–8 wird geteilt.
  • Hard 15 gegen 10 aufgeben.

Ohne Surrender ziehst du gewöhnliche Hard 16 gegen 9, 10 und Ass sowie Hard 15 gegen 10. Surrender steht normalerweise nicht mehr nach Ziehen, Teilen oder Verdoppeln zur Verfügung.

Zusätzliche H17-Surrender-Fälle

Bei H17 und verfügbarem Late Surrender kommen Hard 15 gegen Ass, Hard 17 gegen Ass und 8–8 gegen Ass hinzu. Für Hard 17 ist die Ersatzaktion ohne Surrender Stehenbleiben; für 8–8 ist sie Teilen.

Early Surrender und europäische Abrechnungsmodelle erfordern eine eigene Prüfung. Das Wort „Surrender“ allein beschreibt die Wirkung noch nicht vollständig.

Versicherung und Even Money

Versicherung ist eine eigenständige Wette darauf, dass der Dealer bei offenem Ass eine zehnwertige zweite Karte hat. Gewöhnliche Basisstrategie lautet: keine Versicherung. Die angebotene 2:1-Gewinnauszahlung ist bei normaler Zusammensetzung für einen Spieler ohne verwertbare Zusatzinformation nicht ausreichend.

Even Money bei einem eigenen natürlichen Blackjack ist an einem gewöhnlichen 3:2-Tisch mathematisch gleichwertig zur maximalen Versicherung dieser Hand. Ein Nichtzähler mit Basisstrategie lehnt es normalerweise ab und akzeptiert die reguläre Abrechnung. Bei anderen Blackjack-Auszahlungen muss diese Gleichsetzung neu geprüft werden.

Ein trainierter Kartenzähler kann Versicherung nehmen, wenn der verbleibende Kartenbestand ausreichend viele Zehnwerte enthält. Das ist eine countabhängige Abweichung und kein Grund, starke Hände grundsätzlich zu versichern.

Änderungen, wenn der Dealer Soft 17 zieht

H17 bedeutet, dass der Dealer etwa mit A–6 weiterziehen muss. Ausgehend vom 4–8-Deck-S17-Referenzspiel sind die folgenden Änderungen besonders wichtig:

Deine HandDealerS17H17
Hard 11AssZiehenVerdoppeln, sonst ziehen
Soft 18, A–72StehenVerdoppeln, sonst stehen
Soft 19, A–86StehenVerdoppeln, sonst stehen
Hard 15AssZiehenSurrender, sonst ziehen
Hard 17AssStehenSurrender, sonst stehen
8–8AssTeilenSurrender, sonst teilen

H17 ist trotz einzelner zusätzlicher Double-Möglichkeiten insgesamt ungünstiger als ein sonst identisches S17-Spiel.

Änderungen ohne Verdoppeln nach dem Teilen

DAS erlaubt Doubles auf Händen, die aus einem Split entstanden sind. Ohne DAS verlieren einige knappe Splits an Wert, weil günstige nachfolgende Verdopplungen entfallen.

PaarDealer-UpcardMit DASOhne DAS
2–22 oder 3TeilenZiehen
3–32 oder 3TeilenZiehen
4–45 oder 6TeilenZiehen
6–62TeilenZiehen

Die übrigen Paarentscheidungen der Referenztabelle bleiben unter sonst gleichen Voraussetzungen im Wesentlichen gleich. Andere gleichzeitige Regeländerungen müssen zusätzlich berücksichtigt werden.

Strategie mit einem oder zwei Decks

Die 4–8-Deck-Tabelle ist keine perfekte Ein-Deck-Tabelle. In einem kleineren Kartenbestand hat jede entfernte Karte einen größeren Einfluss, sodass sich knappe Doubles und Splits ändern können.

Typische Ein-Deck-Unterschiede können Verdoppeln von Hard 8 gegen 5 oder 6, Hard 9 gegen 2 und unter bestimmten S17-Regeln Hard 11 gegen Ass umfassen. Auch einige Soft-Doubles ändern sich. Die genaue Tabelle hängt weiterhin von S17/H17, DAS, Surrender und Peek ab.

Nutze eine ausdrücklich passende Ein- oder Zwei-Deck-Tabelle beziehungsweise einen regelbezogenen Strategie-Rechner. Eine unvollständige Liste von Ausnahmen ist kein Ersatz. Der Artikel zur Deckzahl erläutert die Wirkung des Kartenbestands.

Amerikanischer Peek und European No Hole Card

Amerikanischer Peek

Der Dealer erhält üblicherweise schon zu Beginn eine verdeckte Karte und prüft bei Ass oder Zehnwert auf Blackjack. Nach bestätigtem Nicht-Blackjack können spätere Split- und Double-Einsätze nicht mehr gegen einen bereits vorhandenen Dealer-Natural verlieren.

Volle ENHC-Haftung

Der Dealer erhält seine zweite Karte erst nach den Spieleraktionen. Ergibt sie Blackjack, können ursprüngliche Wette, Double-Wetten und zusätzliche Split-Wetten verloren gehen. Das verändert bestimmte Splits und Doubles gegen 10 und Ass.

Original Bets Only

Einige No-Hole-Card-Spiele schützen zusätzliche Einsätze und nehmen bei einem späteren Dealer-Blackjack nur ursprüngliche Wetten. Bezeichnungen sind OBO, Original Bets Only oder Original Wager Only. Die Strategie liegt dadurch näher an Peek als bei voller ENHC-Haftung. Maßgeblich bleibt die genaue Regel zur Abrechnung, insbesondere bei bereits überkauften Händen.

Die Tabellen dieser Seite dürfen daher nicht als pauschale Strategie für jedes europäische Spiel verwendet werden. „In Deutschland gespielt“ ist keine vollständige Beschreibung des Dealerverfahrens.

3:2 gegenüber 6:5

Basisstrategie kann eine schlechte Blackjack-Auszahlung nicht kompensieren. Bei 20 € ursprünglichem Einsatz bringt ein qualifizierender gewinnender Natural 30 € Gewinn bei 3:2 und 24 € bei 6:5. Der Unterschied beträgt 6 € auf diesen Natural, zusätzlich zur jeweils zurückgezahlten ursprünglichen Wette.

Unter üblichen Annahmen erhöht 6:5 den Hausvorteil um ungefähr 1,39 Prozentpunkte. Das ist größer als viele knappe Strategieverbesserungen, für die Spieler lange üben. Lies das Tischschild vor dem Spielen und unterstelle nicht, dass ein Ein-Deck-Tisch automatisch 3:2 zahlt. Weitere Beispiele: 6:5-Blackjack.

Spanish 21 und andere Varianten

Varianten lassen sich nicht durch Anwendung einer Standardtabelle zuverlässig bewerten. Sie verwenden andere Decks, Auszahlungen, Bonusregeln und optimale Entscheidungen. Zusätzliche Spieleroptionen werden häufig durch andere Änderungen ausgeglichen.

Spanish 21 entfernt beispielsweise die vier Karten mit aufgedrucktem Wert 10 aus jedem Deck, behält aber Buben, Damen und Könige. Je nach Version kommen Regeln wie automatische Gewinne für Spieler-21, Spieler-Blackjack vor Dealer-Blackjack, Late Surrender, DAS, Doubles nach weiteren Karten und besondere Bonusauszahlungen hinzu.

Verwende die Tabellen dieser Seite nicht ungeprüft für Spanish 21, Super Fun 21, Free Bet Blackjack, Blackjack Switch, Double Exposure, Push-22-Spiele oder Charlie-Regeln. Dafür sind eigene Berechnungen nötig. Die Variantenübersicht erklärt, welche Regel die Mathematik verändert.

Summenabhängige und zusammensetzungsabhängige Strategie

Die Tabellen hier sind überwiegend summenabhängig. Sie verwenden Punktzahl, Hard-/Soft-Status, Paarstatus, Dealer-Upcard und Tischregeln. Eine zusammensetzungsabhängige Strategie berücksichtigt darüber hinaus die genauen Karten, aus denen die Summe besteht.

10–2 und 7–5 sind beide Hard 12. Bei einer Ein-Deck-Berechnung können sie gegen Dealer-4 dennoch unterschiedlich gespielt werden, weil andere Karten aus dem kleinen Restbestand entfernt sind. Der zusätzliche Nutzen ist begrenzt und besonders bei wenigen Decks relevant. Beherrsche zunächst die Standardtabelle, bevor du solche Ausnahmen ergänzst.

Basisstrategie und Kartenzählen

Basisstrategie verwendet keine zusätzliche Information über eine ungewöhnliche Konzentration verbleibender Karten jenseits der betrachteten Hand und des Regelmodells. Kartenzählen verfolgt dagegen offene Karten, um Änderungen des verbleibenden Schuhs einzuschätzen.

Ein Zähler beginnt mit Basisstrategie und ergänzt ausgewählte Indexabweichungen. Dazu können Versicherung bei ausreichend hohem Count, Stehenbleiben mit 16 gegen 10, Stehenbleiben mit 15 gegen 10 an einer anderen Schwelle und bestimmte countabhängige Doubles gehören.

Mische solche Merksätze nicht in gewöhnliches Spielen, wenn du den zugehörigen Count nicht genau führst. Ein zufällig erinnerter Index ohne passendes System und Regelprofil ist keine Verbesserung. Für Online-Bedingungen siehe Kartenzählen online.

Die Einsatzhöhe ändert die richtige Aktion nicht

Eine richtige Entscheidung wird nicht falsch, weil mehr Geld auf dem Tisch liegt. Wenn Hard 11 gegen Dealer-10 unter den konkreten Regeln bei 5 € verdoppelt wird, gilt dieselbe mathematische Entscheidung bei 500 €.

Fühlt sich der zusätzliche Einsatz nicht tragbar an, war der ursprüngliche Einsatz für dein festes Budget zu hoch. Das ist ein Grund, zukünftige Grundeinsätze zu reduzieren oder nicht zu spielen, keine Aufforderung, eine persönliche Grenze zu überschreiten. Wähle Tischlimits, die von vornherein Raum für erlaubte Splits und Doubles lassen.

Ändern andere Spieler deine Basisstrategie?

Nein. Andere Entscheidungen verändern zwar, welche unbekannte Karte als Nächstes erscheint, aber niemand kannte diese Reihenfolge vorher. Für deine gewöhnliche Entscheidung bleiben Hand, Dealer-Upcard und Regeln maßgeblich.

  • Bleibe nicht stehen, weil jemand zuvor angeblich die Bust-Karte des Dealers genommen hat.
  • Ziehe nicht bloß deshalb, weil der Tisch mehrere Runden verloren hat.
  • Teile nicht, um den „Kartenfluss“ zu verändern.
  • Ändere eine korrekte Entscheidung nicht, um einem anderen Spieler zu gefallen.

Übungsplan für sieben Tage

Tag 1: Hard 12 bis 16

Übe die Hauptgrenze: Hard 12 steht nur gegen 4 bis 6; Hard 13 bis 16 stehen gegen 2 bis 6. Sonst wird gezogen, vorbehaltlich der passenden Surrender- und Paarregeln.

Tag 2: Harte Doubles

Wiederhole Hard 9 gegen 3 bis 6, Hard 10 gegen 2 bis 9 und Hard 11 gegen 2 bis 10 unter S17. Übe auch die Ersatzaktion, falls Verdoppeln nicht erlaubt ist.

Tag 3: Soft Hands

Soft 13–14 verdoppeln gegen 5–6, Soft 15–16 gegen 4–6 und Soft 17 gegen 3–6. Soft 18 steht gegen 2, 7 und 8, verdoppelt gegen 3–6 und zieht gegen 9 bis Ass. Achte auf D/H gegenüber D/S.

Tag 4: Paare

Die Anker des Referenzspiels sind Asse und Achten teilen, Fünfen und Zehnen nicht teilen, Neunen gegen 2–6 und 8–9 teilen. Ergänze danach die kleineren Paare und die DAS-Abhängigkeit.

Tag 5: Surrender und Regel-Erkennung

Erkenne S17 oder H17, DAS oder kein DAS, Late Surrender oder kein Surrender sowie Peek, ENHC oder OBO. Benenne zuerst das Regelprofil und erst dann die Aktion.

Tag 6: Gemischte Entscheidungen mit Zeitvorgabe

Erzeuge wechselnde Spielerhände und Upcards. Versuche, innerhalb von ungefähr zehn Sekunden richtig zu entscheiden. Erhöhe das Tempo nicht, wenn die Fehlerzahl steigt. Genauigkeit ist das Lernziel.

Tag 7: Vollständige kostenlose Runden

Spiele mindestens 50 Übungshände, ohne während der Entscheidung die Tabelle nachzuschlagen. Notiere unsichere und falsche Entscheidungen und übe diese anschließend gezielt. Achte darauf, das Regelprofil des Trainers zu verwenden; der kostenlose Spielmodus kann andere Regeln haben als die Referenztabellen dieses Artikels.

Der kostenlose Trainer und das Strategie-Tool helfen beim Wiederholen. Für diese Lernschritte brauchst du keine Echtgeld-Wetten.

Eine Strategiekarte am Tisch verwenden

Viele Spielbanken erlauben das Nachsehen auf einer gedruckten Karte, doch Hausregeln und Abläufe unterscheiden sich. Frage beim Dealer nach, wenn du unsicher bist.

Die Karte sollte zum Regelwerk passen, auf deiner Seite des Layouts bleiben, Karten und Chips nicht behindern und das Spiel nicht unnötig verzögern. Aus der Erlaubnis einer gedruckten Karte folgt keine Erlaubnis für ein elektronisches Gerät. Beachte die konkrete Hausregel.

Basisstrategie beim Online-Blackjack

Online-Oberflächen zeigen meist Spielerkarten, Dealer-Upcard, verfügbare Aktionen, Einsatzbereich und eine Hilfe mit Regeln. Das kann die Anwendung einer Tabelle erleichtern.

Es entstehen aber auch Fehlerquellen: zu schnelles Spielen, versehentliches Klicken auf die falsche Aktion, ungeprüft gleiche Regeln bei verschiedenen Spielen unterstellen, 6:5 übersehen, eine Peek-Tabelle für volle ENHC-Haftung verwenden oder mehrere Tische bedienen, bevor Entscheidungen sicher sitzen.

Öffne deshalb zuerst die Spielhilfe und notiere das Regelprofil. Wähle anschließend die Tabelle. Für die rechtliche Zugänglichkeit gilt zusätzlich der Leitfaden zu Online-Blackjack in Deutschland.

Häufige Basisstrategiefehler

Hard 12 gegen 2 oder 3 stehenlassen

Unter der Mehrdeck-Referenzstrategie ziehen. Hard 12 steht nur gegen 4 bis 6.

Soft 17 stehenlassen

Je nach Dealerkarte ziehen oder verdoppeln. Die Dealerregel S17 ist keine Spielerstrategie für Soft 17.

Soft 18 gegen 9, 10 oder Ass stehenlassen

Unter den Referenzregeln ziehen.

Fünfen teilen

Als Hard 10 behandeln und gegen 2 bis 9 verdoppeln, sofern möglich.

Achten gegen starke Upcards grundsätzlich nicht teilen

Unter S17 teilen. Die H17-Late-Surrender-Ausnahme gegen Ass ist eine gezielte Anpassung und kein allgemeines Verbot.

Jede Hard 16 automatisch aufgeben

Im Referenzspiel gilt Surrender gegen 9, 10 oder Ass, nicht gegen jede Upcard. 8–8 wird gesondert nach der Paartabelle behandelt.

H17-Anpassungen in einem S17-Spiel verwenden

Hard 11 gegen Ass und Soft 19 gegen 6 werden in der Referenztabelle nicht verdoppelt; das sind die genannten H17-Anpassungen.

Versicherung zum Schutz einer starken Hand nehmen

Ihr Wert hängt von der Wahrscheinlichkeit eines Dealer-Blackjacks ab, nicht davon, ob du 20 oder einen Natural halten möchtest.

Nach Verlusten die Strategie wechseln

Eine Verlustserie ändert die Erwartungswertberechnung der nächsten gewöhnlichen Hand nicht.

Die Mehrdecktabelle als Ein-Deck-Tabelle behandeln

Mehrere knappe Entscheidungen ändern sich. Nutze die passende Tabelle.

Die Auszahlung ignorieren

Auch perfekte Strategie an einem 6:5-Tisch kann deutlich schlechtere Bedingungen bedeuten als korrektes Spielen bei 3:2.

Häufige Fragen

Was ist Blackjack-Basisstrategie?

Die mathematisch beste erlaubte Aktion für eine bestimmte Spielerhand gegen eine Dealer-Upcard unter einem definierten Regelwerk: Ziehen, Stehenbleiben, Verdoppeln, Teilen oder Surrender.

Gewinne ich damit garantiert?

Nein. Basisstrategie verbessert die langfristige Erwartung, kontrolliert aber weder die nächste Karte noch das Ergebnis einer Sitzung.

Gibt es eine Tabelle für jede Spielbank?

Nein. Deckzahl, S17/H17, DAS, Surrender, Double-Beschränkungen und Dealerverfahren können Änderungen erfordern.

Sollte ich Asse und Achten immer teilen?

Unter den Referenz-S17-Regeln ja. Bei H17 mit Late Surrender wird 8–8 gegen Dealer-Ass aufgegeben. Andere Varianten oder ENHC-Regeln brauchen eine eigene Prüfung.

Hard 16 gegen Dealer-10: ziehen oder stehen?

Bei gewöhnlicher Hard 16 auf den ursprünglichen zwei Karten Late Surrender verwenden, wenn verfügbar; andernfalls nach summenabhängiger Basisstrategie ziehen. Ein Paar Achten wird separat behandelt.

Soll ich Soft 18 gegen Dealer-10 ziehen?

Ja. Im Referenzspiel gilt das gegen 9, 10 und Ass.

Sollte ich Versicherung nehmen?

Nicht nach gewöhnlicher Basisstrategie. Ein trainierter Zähler kann eine andere Entscheidung treffen, wenn ein passender countabhängiger Schwellenwert erreicht ist.

Wie weit sinkt der Hausvorteil?

Das hängt vom vollständigen Spiel ab. Gute 3:2-Regeln können häufig in der Nähe eines halben Prozents liegen; 6:5 und weitere schlechte Regeln können den Wert stark erhöhen.

Kann ich diese Tabelle bei europäischem Blackjack verwenden?

Nicht unverändert, wenn zusätzliche Split- und Double-Einsätze gegen einen späteren Dealer-Blackjack verlieren. Besonders gegen 10 und Ass sind regelbezogene Anpassungen nötig.

Wie lange dauert das Lernen?

Die grundlegenden Muster lassen sich in mehreren konzentrierten Übungswochen lernen. Verlässliche Genauigkeit unter Zeitdruck erfordert wiederholte gemischte Entscheidungen. Das Lesen einer Tabelle allein reicht dafür gewöhnlich nicht.

Warum der Hausvorteil keine einfache Rabatt-Treppe ist

Der Hausvorteil wird nicht korrekt berechnet, indem man mit einem pauschalen Wert beginnt und nacheinander feste Rabatte für 3:2, Ziehen, Stehen, Verdoppeln und Teilen abzieht. Diese Aktionen hängen voneinander ab.

Die richtige Grundidee lautet:

  1. Die Regeln legen erlaubte Aktionen und Auszahlungen fest.
  2. Für jede verfügbare Aktion werden Wahrscheinlichkeiten und Erwartungswert berechnet.
  3. Die Basisstrategie wählt in jedem Entscheidungszustand die beste Aktion.
  4. Die gewichteten Ergebnisse sämtlicher Anfangshände ergeben den gesamten erwarteten Spielerertrag.

Deshalb muss eine Strategietabelle zum tatsächlichen Regelwerk passen. Eine feste angebliche „8-Prozent-zu-0,5-Prozent-Treppe“ ersetzt diese Berechnung nicht.

Technische Quellen und weitere Hilfen

Prüfe vor Verwendung der Tabellen Deckzahl, S17/H17, DAS, Surrender, Blackjack-Auszahlung und Dealerverfahren. Technische Strategiequellen sind keine Bestätigung, dass ein bestimmtes Angebot an deinem Standort erlaubt ist.