Auf dieser Seite · 33 Abschnitte
- Die wichtigsten Begriffe
- Es gibt keinen universellen Blackjack-Hausvorteil
- Das Vergleichsprofil dieser Seite
- Hausvorteil in erwarteten Verlust umrechnen
- Hausvorteil ist nicht die Quote verlorener Hände
- Hausvorteil und RTP
- Warum die Bank überhaupt einen Vorteil hat
- 3:2 gegenüber 6:5
- S17 gegenüber H17
- Regeln zum Verdoppeln
- Verdoppeln nach dem Teilen
- Teilen und besondere Ass-Regeln
- Late Surrender
- Anzahl der Decks
- Amerikanischer Peek, ENHC und OBO
- Regelwirkungen nicht blind addieren
- Basisstrategie und Spielerfehler
- Einsatzsysteme verändern den Hausvorteil nicht
- Nebenwetten separat rechnen
- Kontinuierliche Mischmaschinen
- Penetration
- Hände pro Stunde und stündlicher Verlust
- Splits und Doubles in Verlustrechnungen
- Schwankung und Erwartungswert
- Kann Kartenzählen den Hausvorteil überwinden?
- Aktionen und Vergünstigungen
- RNG und Live-Dealer vergleichen
- Weitere Rechenbeispiele
- Zwei Tische systematisch vergleichen
- Häufige Fehler
- Hausvorteil in fünf Schritten prüfen
- Häufige Fragen
- Quellen und Methode
Der Hausvorteil beim Blackjack beschreibt den erwarteten Gewinn der Bank als Prozentsatz der ursprünglichen Spielereinsätze über sehr viele Hände. Er ist weder der Anteil verlorener Hände noch eine Vorhersage für eine einzelne Sitzung. Regeln und Spielerentscheidungen bestimmen seine Höhe.
Bei 0,50 Prozent Hausvorteil und insgesamt 1.000 € ursprünglichen Einsätzen beträgt der mathematisch erwartete Verlust 1.000 € × 0,005 = 5 €. Das tatsächliche Ergebnis kann ein großer Gewinn, ein großer Verlust oder etwas dazwischen sein. Die fünf Euro sind ein Durchschnitt, keine Verlustobergrenze.
Für die Entscheidungen hinter einem angegebenen Basisstrategiewert nutze die Basisstrategie. Die veröffentlichten Abläufe und Auszahlungen erklärt der Regelleitfaden.
Die wichtigsten Begriffe
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Hausvorteil | Erwarteter Bankgewinn als Anteil der ursprünglichen Einsätze. |
| Rückzahlungsquote beziehungsweise RTP | Bei gleicher Methode ungefähr 100 Prozent minus Hausvorteil. |
| Erwarteter Verlust | Ursprüngliches Einsatzvolumen mal Hausvorteil. |
| Varianz | Streuung der Ergebnisse um ihren Erwartungswert. |
| Basisstrategie-Hausvorteil | Wert bei Entscheidungen, die genau zu den Regeln passen. |
| Spielervorteil | Positiver Erwartungswert für den Spieler, wenn ein tatsächlich nutzbarer Vorteil den Ausgangsnachteil übersteigt. |
Es gibt keinen universellen Blackjack-Hausvorteil
„Blackjack hat 0,5 Prozent Hausvorteil“ ist ohne Regeln und Strategieannahmen unvollständig. Der Wert verändert sich mit Blackjack-Auszahlung, Deckzahl, S17/H17, Double-Beschränkungen, DAS, Resplits, Ass-Regeln, Surrender, Hole-Card-Verfahren, Strategiefehlern und der Frage, ob Nebenwetten separat oder mitgerechnet werden.
Auch zwei gleich benannte Spiele können deshalb andere Kosten haben. Ein sichtbarer Dealer oder eine bestimmte Oberfläche legt den Hausvorteil nicht fest.
Das Vergleichsprofil dieser Seite
Sofern keine andere Regel genannt wird, beziehen sich die Erläuterungen auf sechs Decks, 3:2, S17, Verdoppeln auf beliebigen ersten zwei Karten, DAS, Late Surrender, höchstens vier Split-Hände, eine Karte je geteiltem Ass, amerikanischen Peek und korrekte summenabhängige Basisstrategie.
Die Rechenbeispiele mit 0,50 Prozent verwenden diesen Wert als leicht nachvollziehbare Annahme. Sie behaupten nicht, dass jedes Spiel mit dem beschriebenen Profil exakt 0,50 Prozent hat.
Hausvorteil in erwarteten Verlust umrechnen
Erwarteter Verlust = gesamte ursprüngliche Einsätze × Hausvorteil als Dezimalzahl.
| Ursprüngliches Einsatzvolumen | Hausvorteil | Erwarteter Verlust |
|---|---|---|
| 500 € | 0,50 % | 2,50 € |
| 1.000 € | 0,50 % | 5,00 € |
| 5.000 € | 0,50 % | 25,00 € |
| 1.000 € | 1,50 % | 15,00 € |
| 5.000 € | 1,50 % | 75,00 € |
Einsatzvolumen ist nicht dasselbe wie Einzahlung. Ein vorhandenes Guthaben kann viele Male eingesetzt werden. Für einen individuellen Beispielplan nutze den Verlustrechner.
Hausvorteil ist nicht die Quote verlorener Hände
0,50 Prozent bedeutet nicht, dass du nur eine von 200 Händen verlierst. Der Wert entsteht aus der gemeinsamen Abrechnung von Gewinnen, Verlusten, Naturals, Doubles, Splits und Pushes. Unterschiedliche Ereignisse haben unterschiedliche Geldfolgen.
Du kannst mehr einzelne Hände verlieren als gewinnen und trotzdem einen kleinen prozentualen Hausvorteil haben, weil beispielsweise ein natürlicher Blackjack mehr als eine Einheit Gewinn bringt. Die bloße Zahl gewonnener Hände ist keine vollständige Ertragsrechnung.
Hausvorteil und RTP
Bei 0,50 Prozent Hausvorteil entspricht die Rückzahlungsquote ungefähr 99,50 Prozent, sofern beide Zahlen dieselbe Einsatzbasis und dieselben Strategieannahmen verwenden.
Vorsicht bei verschiedenen Nennern: Ein Wert bezogen auf Anfangseinsätze lässt sich nicht ungeprüft mit einem Wert bezogen auf sämtliche späteren Split- und Double-Einsätze vergleichen. Ebenso wenig ist ein theoretischer RTP eine Zusage, dass ein Konto nach einer kurzen Sitzung einen bestimmten Anteil zurückbekommt.
Warum die Bank überhaupt einen Vorteil hat
Der Spieler handelt, bevor der Dealer seine Hand abschließt. Überkauft sich der Spieler, verliert der Einsatz sofort, selbst wenn der Dealer später ebenfalls über 21 kommt. Diese strukturelle Ungleichheit erzeugt einen Ausgangsvorteil der Bank.
Günstige Spieleroptionen und die Blackjack-Auszahlung gleichen einen Teil davon aus. Das Endergebnis entsteht aus der gemeinsamen Berechnung aller Regeln und Entscheidungen, nicht aus einer universellen Reihe fester Rabatte.
3:2 gegenüber 6:5
| Einsatz | Blackjack-Gewinn 3:2 | Blackjack-Gewinn 6:5 | Entgangener Gewinn |
|---|---|---|---|
| 10 € | 15 € | 12 € | 3 € |
| 25 € | 37,50 € | 30 € | 7,50 € |
| 100 € | 150 € | 120 € | 30 € |
Bei jedem qualifizierenden gewinnenden Natural fehlen mit 6:5 gegenüber 3:2 genau 0,30 Einsatzeinheiten Gewinn. Unter üblichen Regeln erhöht das den Hausvorteil um ungefähr 1,4 Prozentpunkte; die häufig verwendete genauere Näherung lautet 1,39. Der exakte Effekt hängt leicht vom vollständigen Spiel ab.
Prüfe die Auszahlung vor der Deckzahl. Ein 3:2-Schuhspiel kann deutlich günstiger sein als ein 6:5-Ein-Deck-Tisch. Der 6:5-Leitfaden zeigt weitere Beispiele.
S17 gegenüber H17
S17 bedeutet, dass der Dealer bei Soft 17 steht. H17 bedeutet, dass er zieht. H17 ist bei sonst gleichen Regeln ungünstiger, weil der Dealer einige Soft-17-Hände verbessern kann, ohne bei der nächsten Karte sofort zu überkaufen.
Unter häufig verwendeten Annahmen beträgt der Nachteil ungefähr 0,22 Prozentpunkte. Zusätzlich ändern sich einzelne Doubles und Surrender-Entscheidungen. Lies die tatsächliche Regel; weder Online- noch Live-Blackjack hat automatisch immer dasselbe Soft-17-Verfahren.
Regeln zum Verdoppeln
Der Spieler erhält grundsätzlich mehr Möglichkeiten, wenn auf beliebigen ersten zwei Karten, nach dem Teilen und ohne enge Summenbeschränkung verdoppelt werden darf. Restriktionen entfernen Situationen, in denen ein zusätzlicher Einsatz unter der passenden Strategie einen günstigen Erwartungswert hätte.
Dass eine Option verfügbar ist, bedeutet nicht, sie bei jeder Hand zu verwenden. Die richtige Auswahl erfolgt anhand der regelbezogenen Tabelle.
Verdoppeln nach dem Teilen
DAS ist wichtig, weil eine Split-Hand zu einer günstigen Double-Situation werden kann. Beispielsweise kann aus einer geteilten Acht mit einer Drei eine Elf entstehen. Ohne DAS entfällt die zusätzliche Verdopplung und einige anfänglich knappe Splits werden unattraktiver.
DAS ist eine konfigurierbare Regel, keine universelle Eigenschaft von Blackjack. Ein Spielname oder ein Foto des Tisches bestätigt sie nicht.
Teilen und besondere Ass-Regeln
Mehr zulässige Split-Hände, erneutes Teilen von Assen, weitere Karten auf geteilte Asse oder erlaubte Doubles auf solchen Händen können den Spielerwert verbessern. Die genaue Wirkung hängt vom Rest des Spiels ab.
Diese Unterschiede sind einzeln meist kleiner als 3:2 gegenüber 6:5. Mehrere nachteilige Beschränkungen können sich trotzdem bemerkbar machen. Prüfe insbesondere, ob Ass–10 nach dem Teilen nur gewöhnliche 21 ist.
Late Surrender
Late Surrender lässt dich nach der Dealer-Blackjack-Prüfung die Hälfte des ursprünglichen Einsatzes aufgeben. Richtig verwendet ersetzt es in bestimmten schwachen Situationen einen noch höheren erwarteten Verlust durch eine feste halbe Einheit Verlust.
Manche Spiele bieten Surrender, andere nicht. Die Option gehört deshalb ausdrücklich in das Regelprofil. Early Surrender und No-Hole-Card-Verfahren sind gesondert zu bewerten.
Anzahl der Decks
Bei sonst identischen Regeln sind weniger Decks für gewöhnliche Basisstrategie im Allgemeinen günstiger. Ein kleinerer Kartenbestand kann aber mit 6:5, H17, eingeschränktem Verdoppeln oder fehlendem DAS kombiniert sein.
Bewerte das Gesamtpaket. Eine einzelne günstige Zahl auf dem Tischschild ist keine vollständige Analyse. Mehr dazu unter Anzahl der Blackjack-Decks.
Amerikanischer Peek, ENHC und OBO
Bei Peek prüft der Dealer auf Blackjack, bevor zusätzliche Split- und Double-Einsätze platziert werden. Bei voller European-No-Hole-Card-Abrechnung können diese zusätzlichen Einsätze gegen einen später festgestellten Dealer-Blackjack ebenfalls verlieren.
Diese Zusatzbelastung verändert bestimmte Entscheidungen und kann den Hausvorteil erhöhen. Einige Spiele schützen zusätzliche Wetten durch Original-Bets-Only-Regeln. Lies daher die genaue Abrechnung und nicht nur die sichtbare Austeilreihenfolge.
Regelwirkungen nicht blind addieren
Gerundete Regelanpassungen helfen beim Vergleich, sind aber keine exakten unabhängigen Konstanten. Regeln und Strategie wirken zusammen. Eine genaue Analyse berechnet das vollständige Profil mit passenden Entscheidungen.
Der Regelvergleich verwendet bewusst ein additives Näherungsmodell und kennzeichnet diese Grenze. Ein besonders niedriger oder negativer Näherungswert beweist für sich keinen realen Vorteil.
Basisstrategie und Spielerfehler
Niedrige veröffentlichte Werte setzen normalerweise genaue Basisstrategie voraus. Wer davon abweicht, erhält den angegebenen Ertrag nicht automatisch. Häufige vermeidbare Fehler sind Versicherung ohne Zählinformation, das Ablehnen korrekter Doubles, Teilen von Zehnen, falsches Spielen von Assen oder Achten und eine S17-Tabelle an einem H17-Tisch.
Es gibt keinen einheitlichen Hausvorteil für „den durchschnittlichen Spieler“. Fehler unterscheiden sich in Häufigkeit und Kosten. Eine falsche Aktion wird nicht dadurch richtig, dass sie einmal gewonnen hat.
Einsatzsysteme verändern den Hausvorteil nicht
Martingale und andere Progressionen verändern Einsatzbeträge, Ergebnisstreuung und die Gefahr, an Budget- oder Tischgrenzen zu geraten. Sie verändern nicht die Wahrscheinlichkeit und Auszahlung einer ansonsten identischen Hand.
Ein höherer Einsatz nach einem Verlust kann den erwarteten Geldverlust erhöhen, weil mehr Geld demselben Nachteil ausgesetzt wird. Er erzeugt keinen mathematischen Anspruch auf einen Ausgleich.
Nebenwetten separat rechnen
Der Hausvorteil der Hauptwette enthält gewöhnlich weder Versicherung noch 21+3, Perfect Pairs, Lucky Ladies, Buster Blackjack oder progressive Zusatzwetten. Jede hat eine eigene Auszahlungstabelle und einen eigenen Erwartungswert.
Auch kleine Zusatzbeträge können die gesamten erwarteten Kosten deutlich erhöhen, wenn sie oft mit hohem Hausvorteil eingesetzt werden. Nutze den Nebenwetten-Leitfaden und addiere getrennte erwartete Geldverluste, statt verschiedene Prozentsätze ohne Einsatzgewichtung zu vermischen.
Kontinuierliche Mischmaschinen
Eine kontinuierliche Mischmaschine verwandelt den Basisstrategie-Hausvorteil nicht automatisch in einen völlig anderen Wert. Unterschiede zum Schnittkartenverfahren können existieren, doch die praktischen Hauptfragen sind häufig weniger Mischpausen, mehr Hände pro Stunde und die weitgehende Verhinderung traditionellen Schuhzählens.
Mehr Hände bei gleichem Einsatz und Hausvorteil erzeugen mehr erwarteten Verlust pro Stunde. Ein schnellerer Ablauf ist deshalb kein kostenloser Vorteil.
Penetration
Penetration beschreibt, wie weit ein Schuh vor dem Mischen ausgeteilt wird. Für die übliche Betrachtung einer frischen Kartenbasis unter Basisstrategie hat sie nur begrenzte direkte Bedeutung. Für Kartenzähler ist sie dagegen wesentlich: Tieferes Austeilen kann stärkere und praktisch nutzbarere Änderungen der Restzusammensetzung erzeugen.
Penetration allein garantiert dennoch keinen Spielervorteil. Regeln, Einsatzmöglichkeiten, Genauigkeit und weitere Bedingungen bleiben relevant.
Hände pro Stunde und stündlicher Verlust
Erwarteter Verlust pro Stunde = durchschnittlicher Grundeinsatz × Hände pro Stunde × Hausvorteil als Dezimalzahl.
| Durchschnittlicher Grundeinsatz | Hände pro Stunde | Hausvorteil | Erwarteter Verlust pro Stunde |
|---|---|---|---|
| 10 € | 60 | 0,50 % | 3,00 € |
| 25 € | 60 | 0,50 % | 7,50 € |
| 25 € | 100 | 0,50 % | 12,50 € |
| 25 € | 100 | 1,50 % | 37,50 € |
Niedrigeres Minimum und niedrigerer prozentualer Hausvorteil müssen deshalb zusammen mit dem tatsächlichen Tempo betrachtet werden.
Splits und Doubles in Verlustrechnungen
Viele Blackjack-Hausvorteile verwenden den ursprünglichen Einsatz als Nenner. Die erwarteten Auswirkungen zusätzlicher Splits und Doubles sind im berechneten Nettoergebnis bereits berücksichtigt. Tatsächlich bewegtes Geld kann trotzdem höher sein als Grundeinsatz mal Hände.
Für Liquidität und Rundenbelastung musst du die zusätzlichen Wetten einplanen. Für die Erwartungswertformel darfst du nicht einfach alle Zusatzeinsätze noch einmal mit demselben auf Anfangseinsätze bezogenen Wert belasten. Definiere zuerst den Nenner und verwende anschließend dazu passende Daten.
Schwankung und Erwartungswert
Ein kleiner Hausvorteil ist im Vergleich zu gewöhnlichen kurzfristigen Ausschlägen sehr klein. Naturals, Splits, Doubles und Dealer-Serien können eine Sitzung stark bewegen.
Ein Spieler kann trotz negativem Erwartungswert gewinnen und trotz eines zeitweiligen Vorteils verlieren. Der Erwartungswert beschreibt den langfristigen Mittelpunkt, nicht den konkreten Weg einer Sitzung. Ein Budget sollte deshalb nicht lediglich dem angezeigten Durchschnittsverlust entsprechen.
Kann Kartenzählen den Hausvorteil überwinden?
Unter geeigneten Regeln, Penetration, Einsatzmöglichkeiten und genauer Durchführung kann ein nutzbarer Spielervorteil entstehen. Dazu gehören korrekte Basisstrategie, Running Count, gegebenenfalls True-Count-Umrechnung, passende Indizes und eine zum tatsächlichen Vorteil passende Einsatzanalyse.
Ein solcher Vorteil ist gewöhnlich begrenzt und nicht ständig vorhanden. Ein positiver Count garantiert keinen Gewinn der nächsten Hand. Viele Online-Produkte mit unabhängig neu erzeugten Runden bieten keine Grundlage für einen fortlaufenden Count. Siehe Kartenzählen online.
Aktionen und Vergünstigungen
Eine Aktion verändert nicht die mathematischen Regeln der Blackjack-Hand. Ihr tatsächlich nutzbarer Wert kann eine separate Gesamtrechnung verändern, wenn er erwartete Spielverluste und sämtliche Bedingungen und Kosten übersteigt.
Trenne deshalb Spielhausvorteil und Aktionswert. Ein Bonus mit geringer Blackjack-Anrechnung oder strengen Auszahlungsbedingungen ist nicht gleich auszahlbares Geld. Näheres unter Bonusbedingungen.
RNG und Live-Dealer vergleichen
Kein Format hat automatisch einen bestimmten Hausvorteil. Vergleiche 3:2/6:5, S17/H17, Deckzahl, DAS, Surrender, Splits, Hole-Card-Abrechnung und Spieltempo. Technische Spielinformationen sollten wesentliche Regeln und Auszahlungen nachvollziehbar beschreiben.
Eine technische Prüfung ist zudem keine Standorterlaubnis. Die rechtliche Prüfung für Deutschland erfolgt getrennt anhand von Spielart, Domain, juristischer Person und räumlichem Geltungsbereich.
Weitere Rechenbeispiele
25 € Grundeinsatz, 80 Hände, 0,50 Prozent
25 € × 80 = 2.000 € ursprüngliches Einsatzvolumen. Daraus folgt 2.000 € × 0,005 = 10 € erwarteter Verlust.
Dieselben Hände bei 1,90 Prozent
Das Einsatzvolumen bleibt 2.000 €. Der Erwartungswert steigt auf 2.000 € × 0,019 = 38 € Verlust.
Gleiche Regeln, anderes Tempo
Bei 25 € Grundeinsatz und 0,50 Prozent ergeben 50 Hände pro Stunde 6,25 € erwarteten stündlichen Verlust. Bei 120 Händen sind es 15 €. Die zusätzliche Belastung entsteht allein durch mehr Spielumsatz.
Zwei Tische systematisch vergleichen
- Zuerst 3:2 oder 6:5 prüfen.
- S17 oder H17 feststellen.
- Deckzahl bestätigen.
- Double-Beschränkungen und DAS prüfen.
- Split- und Ass-Regeln lesen.
- Surrender prüfen.
- Peek, OBO oder volle ENHC-Abrechnung unterscheiden.
- Das vollständige Paket mit passender Strategie berechnen.
- Mindestbetrag und tatsächliches Tempo vergleichen.
- Nebenwetten separat bewerten.
Häufige Fehler
Jedes Blackjack-Spiel für ein 0,5-Prozent-Spiel halten
Ein solcher Wert verlangt passende Regeln und genaue Strategie. Er folgt nicht allein aus dem Spielnamen.
Ein Deck wählen, ohne die Auszahlung zu lesen
6:5 mit einem Deck kann deutlich schlechter sein als 3:2 aus einem Schuh.
Hausvorteil mit Sitzungsverlustwahrscheinlichkeit verwechseln
Kurze Ergebnisse werden stark von Schwankung geprägt. Der Prozentsatz ist kein Anteil verlorener Sitzungen.
Die falsche Strategietabelle verwenden
Andere Regeln können andere Entscheidungen erfordern.
Teure Nebenwetten zu einem günstigen Hauptspiel hinzufügen
Der niedrige Hauptspielwert gilt nicht automatisch für Zusatzwetten.
Das Tempo ignorieren
Mehr Hände erzeugen bei gleichem Einsatz und Vorteil mehr erwartete Kosten.
Hausvorteil in fünf Schritten prüfen
- Vergleiche eine 6:5-Auszahlung mit tatsächlich zugänglichen und passenden 3:2-Alternativen; spiele nicht allein wegen eines attraktiven Tischbildes.
- Notiere S17/H17, Deckzahl, DAS, Surrender und Split-Beschränkungen.
- Bestätige die Dealer-Blackjack-Abrechnung zusätzlicher Einsätze.
- Verwende genau dazu passende Basisstrategie.
- Übersetze den berechneten Wert anhand von Einsatz, Tempo und Dauer in erwartete Geldkosten.
Häufige Fragen
Was ist der Blackjack-Hausvorteil?
Der erwartete Bankgewinn als Anteil der ursprünglichen Einsätze über sehr viele Hände.
Was gilt als niedriger Hausvorteil?
Ein günstiges 3:2-Spiel mit korrekter Strategie kann ungefähr bei einem halben Prozent oder darunter liegen. Der genaue Wert hängt vom vollständigen Regelwerk ab.
Wie berechne ich den erwarteten Verlust?
Ursprüngliches Einsatzvolumen mal Hausvorteil als Dezimalzahl. 1.000 € bei 0,50 Prozent ergeben 5 € erwarteten Verlust.
Warum ist 6:5 nachteilig?
Ein gewinnender Natural bei 10 € Einsatz bringt nur 12 € statt 15 € Gewinn. Das erhöht den Hausvorteil häufig um ungefähr 1,4 Prozentpunkte.
Ist S17 besser als H17?
Bei sonst gleichen Regeln ja. Stehenbleiben des Dealers bei Soft 17 ist günstiger für den Spieler.
Beseitigt Basisstrategie den Hausvorteil?
Normalerweise nicht. Sie minimiert den Nachteil unter den angegebenen Regeln, lässt der Bank im gewöhnlichen Spiel aber meist einen Vorteil.
Sind Nebenwetten im Blackjack-Hausvorteil enthalten?
Nicht im üblichen Wert der Hauptwette. Versicherung und andere Zusatzwetten haben eigene Auszahlungen und Erwartungswerte.
Erhöht eine kontinuierliche Mischmaschine den Hausvorteil?
Sie verändert den Ausgangswert nicht automatisch grundlegend. Sie kann jedoch das Tempo erhöhen und verhindert weitgehend traditionelles Schuhzählen.
Kann Kartenzählen einen Spielervorteil schaffen?
Unter geeigneten Bedingungen und genauer Durchführung ja. Der Vorteil bleibt begrenzt und beseitigt keine Schwankungen.
Haben Online- und Live-Blackjack denselben Hausvorteil?
Nicht unbedingt. Maßgeblich sind die konkreten Regeln, nicht allein die Ergebnisdarstellung.
Quellen und Methode
- GLI-19: Interactive Gaming Systems, technische Spiel- und Regelangaben.
- Wizard of Odds: Blackjack-Regelwirkungen.
- Wizard of Odds: Hausvorteilsrechner.
- Online-Blackjack legal in Deutschland.
Die Verlustbeispiele verwenden ursprüngliche Einsätze als Bezugsbasis. Exakte Hausvorteile erfordern das vollständige Regelpaket und passende Strategie. Gerundete Regelwirkungen dienen dem Vergleich und sind keine universellen Konstanten.